In diesem Sommer bin ich völlig dem Burger-Wahn  verfallen. Im Frühjahr war ich beim Buchhändler meines Vertrauens zum Stöbern in der Kochbuchabteilung. Dabei fielen mir mehrere Burger-Bücher in die Hände und ich war beeindruckt von der Vielfalt der Möglichkeiten – mit Patties aus Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse, Tofu oder Bulgur, um nur ein paar zu nennen.

Und lecker sahen die alle aus! Und plötzlich lächelten mich auch von den Titelblättern der Koch-Zeitschriften die vegetarischen Burger an. Da konnte ich einfach nicht anders!

Zunächst testete ich einen Burger mit gegrilltem Halloumi, gerösteter Paprika und einem mega-leckeren Pesto Genovese. Dann war ein Gemüseburger dran und jetzt bin ich bei Couscous mit Walnuss angekommen! Da ich auch die Buns immer selbst backe ist die Burger-Kreation eine eher zeitaufwändige Sache – aber bisher haben sich all meine Versuche gelohnt, ganz etwas anderes als beim Schnellrestaurant mit den zwei goldenen Bögen…

So, dann will ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Zunächst das Rezept für die Kartoffel-Vollkorn-Buns.

Kartoffel-Vollkorn-Buns

Kartoffel-Vollkorn-Buns

Kartoffel-Vollkorn-Buns
Das Rezept für diese super leckeren Vollkorn-Buns habe ich bei www.chefhansen.de gefunden. Ich war erst etwas skeptisch, weil er gekochte Kartoffeln mit in den Teig mischt - aber ich wurde eines Besseren belehrt - super leckere Buns, Chef Hansen! Ich habe nur drei kleine Anpassungen gemacht, die Hefe habe ich mit etwas Honig vorher aufgelöst, ich habe das backstarke 550er Mehl verwendet und auf die Buns habe ich geröstete Sesamkörner anstatt der Weizenkleie verteilt. Sesambrötchen Achtung! Die Kartoffeln für diese leckeren Buns müssen bereits am Tag zuvor gekocht werden - also unbedingt einplanen!  

Zutaten

Für: 8 Brötchen
  • 250  g Kartoffeln,  festkochend
  • 5 EL Milch 
  • 1/2 Würfel  frische Hefe 
  • 1 TL Honig 
  • 3  Eier 
  • 240 g Mehl,  Typ 550
  • 220 g Weizenvollkornmehl 
  • 2 TL Salz 
  • 60 g  weiche Butter 
  • 2 EL Sesam 
Vorbereitung
20 min
Kochzeit:
15 min
Fertig in:
2 h 5 min

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln werden bereits am Tag zu vor schön weich gekocht. Anschließend könnt ihr sie im Kühlschrank lagern.
  2. Am Tag des Backens die Kartoffeln pellen und mit der Milch schön fein zu Püree verarbeiten. Ich habe das mit einem Kartoffelstampfer gemacht, die Kartoffeln können aber natürlich auch mit einem Mixer zerkleinert werden.
  3. Die Hefe mit einem TL Honig mischen. Dadurch löst sich die Hefe auf, einfach einen Moment warten, dann vorsichtig umrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
  4. Das Kartoffelpüree, die beiden Mehlsorten, die weiche Butter, 2 Eier, das Salz und die Hefemischung zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Am einfachsten geht das natürlich mit einer Küchenmaschine mit Knethaken, mit etwas Geduld wird der Teig aber auch "mit Handarbeit" schön geschmeidig.
  5. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunden gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
  6. Den Teig anschließend in acht gleich große Bällchen aufteilen und jeweils auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Wieder abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.
  7. Den Backofen auf 200°C vorheizen (Umluft 180°C).
  8. Den Sesam in einer Pfanne fettfrei rösten.
  9. Das letzte Ei aufschlagen und verquirlen.
  10. Die Buns mit dem Ei bestreichen und die gerösteten Sesamkörner darauf streuen.
  11. Die Buns etwas 12 bis 15 Minuten backen. Am besten ihr seht nach 12 Minuten nach, ob sie bereits eine schöne, goldene Farbe angenommen haben - falls das noch nicht der Fall ist, wartet ihr einfach noch ein paar Minuten.

Notizen

So die Brötchen hätten wir, jetzt sollten wir uns um die Sauce kümmern.

Curry-Mango-Mayonnaise

Curry-Mango-Mayonnaise

Curry-Mango-Mayonnaise
Zum Herstellen einer Mayonnaise gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Mein erster Versuch ist kläglich gescheitert  - aber man wird ja nicht dümmer und vor dem nächsten Mal habe ich mir bei Youtube Videos angesehen - und dann hat es funktioniert! Und ich sage euch - eine selbstgemachte Mayonnaise ist überhaupt nicht mit der Mayonnaise aus dem Glas zu vergleichen. ÜBER-HAUPT-NICHT! Einige Köche schwören darauf, die Mayonnaise mit einem Schneebesen herzustellen, manche geben alle Zutaten in ein hohes Rührgefäß und stellen die Mischung mit einem Stabmixer her, der langsam von unten nach oben gezogen wird. Ich habe mich für die Küchenmaschinen-Variante entschieden und diese Methode beschreibe ich hier. Ihr könnt aber natürlich auch eine andere Methode wählen.

Zutaten

  • 2  Eigelbe   (von ganz frischen Eiern!)
  • 250 ml Olivenöl 
  • 1 TL mittelscharfer Senf 
  • 100 g griechischer Joghurt 
  • 2 TL Curry 
  • 1 TL Kurkuma 
  • 3 TL Mango-Chutney 
  •   Salz, Pfeffer 

Zubereitung

  1. Zunächst die Eigelbe mit dem Senf in der Rührschüssel der Küchenmaschine mit dem Schneebesen locker aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig ist.
  2. Dann das Olivenöl zunächst tröpfchenweise hinzugeben. Darauf achten, dass sich Öl und Ei immer gut vermengen. Nach etwa 50 ml kann das Öl dann in einem ganz feinen Strahl zugegeben werden, dabei immer schön rühren.
  3. Die fertige Mayonnaise dann mit Salz, Pfeffer, Kurkuma, Curry, Mango-Chutney und griechischem Joghurt verrühren - fertig!

Notizen

Curry-Mango-Mayonnaise

Dann kann es an die eigentlichen Hamburger gehen.

Couscous-Walnuss-Burger

Couscous-Walnuss-Burger

Couscous-Walnuss-Burger

Zutaten

  • 125 g Couscous 
  • 200 g  Walnüsse,  gemahlen
  • 1  Ei 
  • 1 EL Paniermehl 
  • 5 Stängel frische Minze 
  •   Kurkuma 
  •   Paprika 
  •   Salz, Pfeffer 
  • 1 Kugel Büffelmozzarella 
  • 1  Aubergine 
  •  etwas Olivenöl 
  • 2 TL gerösteten Sesam 
  •  einige Salatblätter, z.B. Lollo Rosso 

Zubereitung

  1. Die Aubergine in sehr dünne Scheiben schneiden (etwa 2 mm) und auf einem Backblech verteilen.
  2. Die Auberginen mit Salz bestreuen und etwa 15 Minuten warten. Das Salz entzieht den Auberginen Wasser und damit auch Bitterstoffe.
  3. Die Auberginen nach der Wartezeit mit einem Tuch gut trockentupfen. Mit etwas Olivenöl einpinseln und leicht mit Salz und Sesam bestreuen. Und dann geht's ab in den Backofen.
  4. Bei 180° C kommen die Auberginen-Chips in den Ofen zum Trocknen. Eine genaue Zeitangabe kann ich euch nicht geben, das hängt stark von der Dicke der Auberginenscheiben ab. Ich rate Euch, die Scheiben wirklich zu knusprigen Chips zu verarbeiten, dann knuspern sie beim Essen und ehrlich gesagt sind sie wie Gummi, wenn sie noch nicht ganz trocken sind 😉
  5. Den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten und quellen lassen.
  6. Die Minze waschen, von den Stängeln zupfen und in sehr feine Streifen schneiden.
  7. Den Couscous mit den gemahlenen Walnüssen, dem Ei, dem Paniermehl und der Minze verkneten. Mit Kurkuma, Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
  8. Aus der Masse 8 Patties formen und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl rundherum braten. Beim Wenden schön vorsichtig sein!
  9. Kurz vor Ende der Bratzeit jeweils eine dünne Scheibe Mozzarella auf die Patties geben, bis der etwa anschmilzt.
  10. Die Buns aufschneiden und in einer Grillpfanne kurz anrösten.
  11. Jetzt den Burger zusammenbauen: Salatblatt, Couscous-Pattie mit Mozzarella, Auberginenchips und das Ganze dann mit selbstgemachter Curry-Mango-Mayonnaise toppen.

Notizen

Coucous-Walnuss-Burger

Okay, kalorienarm ist dieser Burger nicht… Aber ich mag die Geschmackskombination zwischen Couscous und Minze, Curry und Mango, die Sesam- und Nuss-Noten.

Guten Appetit!

Nicky

Wie gesagt, die Zubereitung kostet etwas Zeit. Aber mit der richtigen Planung geht es dann richtig gut von der Hand. Die Mayonnaise könnte bereits am Vortag zubereitet werden, achtet dann aber unbedingt darauf wirklich frische Eier zu verwenden. Lagern solltet ihr die Mayonnaise im Kühlschrank, z.B. in einem verschließbaren Glas.

Wenn die Zeit wirklich knapp war, habe ich auch schon Buns vorbereitet, eingefroren und dann aufgetaut und kurz aufgebacken – das hat trotzdem super geschmeckt!

Ich wünsche Euch einen guten Appetit

Nicky